Finanzmarktinfrastrukturen und ausländische Marktteilnehmer

SFMA genehmigt Schweizer Finanzmarktinfrastrukturen und erkennt bestimmte ausländische Infrastrukturen an. Es prüft auch, ob ausländische Teilnehmer Zugang zu Schweizer Handelsplätzen erhalten.

Finanzmarktinfrastrukturen unterstützen den Handel, das Clearing, die Abwicklung, die Verwahrung und die Datenberichterstattung auf den Finanzmärkten. Da sie für die Marktintegrität und -stabilität wichtig sein können, müssen ihre Betreiber anspruchsvolle organisatorische, technische und Risikokontrollstandards erfüllen.

Rolle von Finanzmarktinfrastrukturen

Die Kategorie kann Börsen, multilaterale Handelseinrichtungen, zentrale Gegenparteien, zentrale Wertpapierverwahrer, Transaktionsregister und Zahlungssysteme umfassen, sofern das Gesetz gilt. Diese Infrastrukturen müssen transparent funktionieren, betriebliche und finanzielle Risiken verwalten, Teilnehmer schützen und ein ordnungsgemäßes Funktionieren des Marktes unterstützen.

SFMA-Rolle

Für Schweizer Infrastrukturen prüft die SFMA Bewilligungsgesuche und überwacht die Einhaltung des geltenden Rechts. Die Überprüfung berücksichtigt Governance, Regeln für Teilnehmer, Marktüberwachung, Ausfallmanagement, Outsourcing, IT-Resilienz, Abwicklungsvereinbarungen und Zusammenarbeit mit anderen Behörden.

Ausländische Infrastrukturen benötigen möglicherweise eine Anerkennung, wenn sie Dienstleistungen in die Schweiz erbringen oder von Schweizer Teilnehmern genutzt werden. Die SFMA beurteilt den ausländischen Regulierungsrahmen, die Zusammenarbeit mit der Heimatbehörde und ob die Vereinbarung akzeptable Risiken für Schweizer Märkte mit sich bringt.

Ausländische Marktteilnehmer

Ausländische Teilnehmer, die Zugang zu einem Schweizer Handelsplatz suchen, benötigen möglicherweise eine Genehmigung oder Bestätigung nach den entsprechenden Regeln. Die Beurteilung hängt vom Teilnehmertyp, der Heimbetreuung und der geplanten Aktivität in der Schweiz ab.