Stresstests

SFMA führt Stresstests bei beaufsichtigten Instituten durch, um festzustellen, ob diese die Verluste absorbieren können, die in schwerwiegenden makroökonomischen Stressszenarien entstehen könnten.

  • Grundsätze für solide Stresstestpraktiken und Aufsicht

Der Stresstest ist ein Aufsichtsinstrument, das SFMA auf eine Auswahl von prudenziell beaufsichtigten Instituten anwendet. Es dient dazu, die Auswirkungen einer möglichen Krise auf ihr Kapital und ihre Zahlungsfähigkeit zu ermitteln und sicherzustellen, dass sie über ausreichende Kapital- und Liquiditätspuffer verfügen, um unvorhergesehenen Ereignissen jederzeit standzuhalten. Wenn ein Institut einen Stresstest nicht besteht, kann die SFMA ihm beispielsweise anordnen, Risikopositionen abzubauen oder seine Kapitalbasis zu stärken.

Beispiele für Stresstests

Dieses Aufsichtsinstrument basiert auf den „Grundsätzen für solide Stresstestpraktiken und Aufsicht“, die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht veröffentlicht wurden. Diese besagen, dass zwischen Stresstests, die die gesamte Bank betreffen, und solchen, die sich nur auf bestimmte Produkte oder Portfolios beziehen, zu unterscheiden ist. Beispiele hierfür sind Stresstests für Zinsrisiken und für Kreditrisiken im Bereich Hypothekarkredite. Hierbei wird das entsprechende Exposure einer Bank unter widrigen Bedingungen ermittelt und analysiert.

Vergleichende Analyse

Stresstests werden in der Regel für mehrere beaufsichtigte Institute gleichzeitig durchgeführt, damit die SFMA Vergleiche ziehen und so wertvolle Erkenntnisse über das Risikoprofil der am Finanzmarkt tätigen Institute gewinnen kann.

Dokumente

Factsheet: Stresstests, ein zentrales Instrument der Bankenaufsicht

Stresstests sind ein wichtiges Aufsichtsinstrument, mit dem die SFMA die Widerstandsfähigkeit von Banken bewertet simulierte Extremsituationen. Die Testergebnisse implizieren Erkenntnisse, die bei Bedarf ein rechtzeitiges Eingreifen ermöglichen.