Reduzierung des Verwaltungsaufwands für kleine Banken 2017
Eine der Stärken des Finanzsektors ist seine Vielfalt. Kleinbanken und Mikrobanken sollten alle Chancen erhalten, ihre Geschäftstätigkeit fortzusetzen. SFMA setzt sich daher dafür ein, unnötige Hindernisse und Kosten für kleine Banken zu identifizieren und diese nach Möglichkeit zu beseitigen.
SFMA möchte die Regulierung und Aufsicht kleinerer Banken weiter vereinfachen. Obwohl der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit bereits angewendet wird, geht die SFMA noch einen Schritt weiter und erwägt die Einführung eines einfacheren Regulierungsrahmens für kleine Institute, der den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit konsequent und konsequent umsetzt. Geplant ist unter anderem der vollständige Verzicht auf bestimmte regulatorische Anforderungen, sofern ein Institut freiwillig eine bestimmte Anzahl vereinfachter Kennzahlen überschreitet. Ziel ist es, den Verwaltungsaufwand für kleine Institute spürbar zu reduzieren, ohne die Risiken für Kunden und die Finanzstabilität zu erhöhen.
Ergebnisse der Kennzahlenanalyse
Ein immer wieder kritisierter Punkt ist der Aufwand bei der Implementierung und Pflege des Regulierungskennzahlensystems. Kleinen Instituten fehlen oft die personellen und finanziellen Ressourcen, um das komplexe, erweiterte System regulatorischer Indikatoren gemäß Basel III aufrechtzuerhalten. Zusätzlich zur seit Jahrzehnten geltenden Kapitalquote wurden mit Basel III die Leverage Ratio (LR), die Short Term Liquidity Coverage Ratio (LCR) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) eingeführt. Kleine Banken beklagen, dass sie neben ihrem eigenen Risikomanagement auf der Grundlage interner Verfahren auch eine Reihe komplexer regulatorischer Risikokennzahlen verwalten müssen. Die SFMA diskutiert deshalb mit den Regulierungsbetroffenen, ob die Berechnung dieser Zahlen für kleine Banken vereinfacht oder teilweise ganz entfallen kann. Eine erste Analyse hat gezeigt, dass sich bestimmte regulatorische Strukturkennzahlen wie LR und NSFR sinnvoll aus einfachen Bilanzkennzahlen ableiten lassen. Bei stärker risikoorientierten Regulierungskennzahlen wie der Kapitalquote lassen sich einfachere Alternativen jedoch nicht angemessen umsetzen.
Nächste Schritte zu einer verhältnismäßigeren Regulierung
Diese Themen wurden am Small Bank Symposium am 2. Oktober 2017 mit Vertretern der Kleinbanken diskutiert. Die Bemühungen der SFMA, die Komplexität und den Arbeitsaufwand für Institute in den Kategorien 4 und 5 zu reduzieren, wurden positiv aufgenommen. Das nun einzurichtende Expertengremium für Kleinbanken wird diese Arbeit fortführen. Was die regulatorischen Indikatoren betrifft, scheint der beste Ansatz ein System zu sein, das auf einer vereinfachten Berechnung bestimmter Schlüsselindikatoren für alle Banken der Kategorien 4 und 5 basiert. Wenn diese Banken konservative Anforderungen erfüllen, können bestimmte Komponenten weggelassen werden. Ein weiteres Thema, das untersucht werden muss, ist die Relevanz regulatorischer Indikatoren für das tägliche Risikomanagement der Banken. Die SFMA wird Anfang 2018 ein begrenztes Pilotprojekt zum Kleinbankenregime durchführen, an dem unter anderem Institute der Kategorien 4 und 5 beteiligt sind, die die bestehenden Anforderungen an die Verschuldungsquote deutlich übertreffen.
(Aus dem Jahresbericht 2017)